DUO BLASER / FAVRE

FR 09.09.2022, 19.00 h Franziskaner Konzerthaus (Chorraum) Rietgasse 2, VS-Villingen

Eintritt: 25,00 EUR
Schüler, Studenten, Schwerbehinderte: 20,00 EUR

(Schweiz)

Samuel Blaser – Posaune
Pierre Favre – Perkussion


Der Schweizer Meisterschlagzeuger Pierre Favre feierte seinen 85. Geburtstag und hat seit 2015 kein Album mehr veröffentlicht. Das passierte jetzt im Duo mit Samuel Blaser. Beide stammen aus demselben Ort in der Schweiz, sind aber offensichtlich zu unterschiedlichen Zeiten geboren. Blaser kam 44 Jahre nach Favre auf die Welt, aber es ist klar, dass beide die Gesellschaft des jeweils anderen genießen. Sie tourten zusammen in China, den USA und in ganz Europa. Ihr Zusammenspiel wird geprägt vom Geist des guten Humors sowie die persönliche und musikalische Verbindung, die beide geknüpft haben. Sowohl Favre als auch Blaser sind mit dem Erbe des Jazz vertraut, aber keiner von beiden fühlt sich nur diesem verpflichtet. Favre öffnete sich der Welt der Rhythmen, um seine Singing-Drums-Musik zu gestalten, und Blaser fand Inspiration in der Oper, im Rock Steady und im Blues. Beide arbeiteten mit einigen der innovativsten und freigeistigsten Improvisatoren zusammen. Favre gehört zur ersten Generation der europäischen freien Improvisatoren und spielte mit Don Cherry, Albert Mangelsdorff und Irène Schweizer, Blaser zu den wenigen europäischen Jazzern, die auch in den USA wahrgenommen werden. 


Pierre Favre et Samuel Blaser laissent leurs talents réunis s’orienter vers des contrées où l’inhabitude règne sans partage. Lequel des deux s’appuie sur l’autre, bien malin qui peut répondre. Ce qui demeure indiscutable, c’est que le duo favorise les confidences. À ce jeu, ils sont les maîtres d’un dialogue suggéré. Ils partagent des respirations intimes évocatrices de couleurs sonores aux harmonies pénétrantes, aux accords perlés. Si dans ce disque la virtuosité s’exprime, c’est par la nuance, ce supplément infime, et infiniment nécessaire, que sont capables d’apposer les créateurs quand ils donnent à l’innovation la place qui doit être la sienne dans ce type d’approche jazzistique, à notre sens la première.
Yves Dorison, Culturejazz, France