Fire! Orchestra (SWE)

FR 13.09.2019 Theater am Ring, Villingen-Schwenningen

 

Fire! Orchestra (SWE)

Mariam Wallentin — voice
Sofia Jernberg — voice
Anna Lindal — violin
Leo Svensson — cello
Josefin Runsteen — violin
Katt Hernandez — violin
Per Texas Johansson — contrabass and bass clarinets
Christer Bothén — contrabass and bass clarinets
Isak Hedtjärn — Bb clarinet
Alexander Zethson — piano
Susana Santos Silva — trumpet
Mats Gustafsson — baritone sax
Johan Berthling — basses
Andreas Werliin — drums
Mikael Werliin — sound

 

Das Klangspektakel der besonderer Art kommt aus Schweden:   Das Fire! Orchestra besteht seit 2011. Damals  gehören der  28-köpfigen Big Band unter anderem Dan Berglund und Anna Högberg an. Es erspielt sich in den nächsten Jahren mit zahlreichen Konzerten in Skandinavien und Rest-Europa eine wachsende Anhängerschaft. Mit „Exit!“ veröffentlichte das Orchester 2013 sein noch recht verspieltes Debüt. Für „Ritual“ von 2016 stellten die Musiker um Mats Gustafsson ein kleineres, international ausgerichtetes Line-Up zusammen. Neben Avantgarde-Jazz vernimmt man auf der Scheibe zunehmend Anleihen aus Soul und Pop, die vor allem von der kompositorischen Handschrift Mariam Wallentins, der Ehefrau Andreas Werliins, zeugen.

Darüber hinaus erdenkt sich die auf 14 Mitglieder geschrumpfte Big Band  ein neues Konzept und weist zum ersten Mal eine Streicher-Sektion auf. Weiterhin hört man  afrikanische Rhythmen und eine Coverversion des Chic-Klassikers „At Last I Am Free“. Das kommt  nicht von ungefähr, da Sopranistin Sofia Jernberg, die über einen Abschluss in Jazz und Komposition verfügt, in Äthiopien das Licht der Welt erblickt. Sie wächst in Vietnam und Schweden auf. Schon als Teenager interessiert sie sich für außerwestliche Klänge. Als „Sängerin, die permanent unterwegs ist, um unbekanntes Terrain zu erkunden“, avanciert sie im Verlaufe der 2000er- und 2010er-Jahre zu den prägendsten weiblichen Figuren des Creative Jazz‘. Das färbt spürbar auf das Fire! Orchestra ab. So kreisen die Kompositionen noch mehr um die Stimmen der beiden Sängerinnen als auf den Vorgängern. Die Big Band löst sich immer mehr von den festgefahrenen Prinzipien des Jazz, ohne sich aber zu sehr von ihren eigenen experimentellen Wurzeln zu entfernen. Ein Klangspektakel der besonderen Art wird dem Publikum geboten.

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